Seggau

Vischer Stich aus dem Buch Topographia Ducatus Stiriae (1681)

Vischer Stich


Foto(s) / Bild(er) aus jüngeren Tagen:

Foto

Aquarell Egon Miklavcic (Mit freundlicher Genehmigung)

Das Salzburger Erzbistum, das im Leibnitzer Raum seit dem 9. JH. riesige Besitzungen hatte, erbaute die Landschafts- beherrschende Burg ab dem frühen 12. JH. Das Bistum Seckau erhielt nach seiner 1219 erfolgten Gründung vorerst einen Teil und gegen Ende des 16. JH. die gesamte Burganlage. Seit ihrem Bestehen wurde die Burg immer wieder erweitert, nahm aber im Laufe der Jahrhunderte durch die zahlreichen Umbauten, aber auch Abbrüche, das Aussehen eines Schlosses an. So wurden dem Hochschloss im 17. JH. dreigeschossige Hofarkaden vorgesetzt. Beim Abbruch des baufällig gewordenen, mächtigen, quadratischen Bergfrieds aus dem 12. JH. zu Beginn des 19. JH., kamen hunderte, aus der in den Nähe gelegenen antiken Stadt Flavia Solva stammende „Römersteine“ ans Tageslicht. Ein Teil davon wurde im oberen Schlosshof eingemauert und zu einer interessanten Schausammlung arrangiert. Die tiefer gelegenen Gebäude des ehem. Wirtschaftshofes wurden seit der Mitte des 20. JH. zu einem Bildungshaus und Kongresszentrum der Diözese Graz-Seckau adaptiert und seitdem ständig erweitert. Im Unterbau der um 1700 errichteten, jedoch unvollendet gebliebenen Orangerie befindet sich der größte historische Weinkeller der Steiermark mit rund achtzig Metern Länge.


Lage: Bezirk Leibnitz (Länge 15° 31' Breite 46° 46')