Mein Bruder war ein Maler
Vernissage und Hommage an Dr. Wolfi Finder
22.5.2026, 19:00 Uhr
Schloss Alt-Kainach
Herr Prof. Dr. Ernst Lasnik begrüßte mit einem herzlichen Willkommen alle Gäste zur „Vernissage von und Homage an Dr. Wolfi Finder mit Ölbildern und Grafiken anlässlich seines 3. Todestages“ im Burgschloss Alt-Kainach.
Dr. Wolfgang Finder wurde am 30. November 1953 in Graz geboren und verstarb am 24. Mai 2023. Nach seiner Schulzeit und seinem Studium der Medizin war er als Praktischer Arzt in Knittelfeld tätig – und in seiner Freizeit ein engagierter Musiker und Maler. Er bildete sich autodidaktisch zum bildenden Künstler, erweiterte sein Wissen in verschiedenen Kursen und zeigte seine Ölbilder und Grafiken ab 1997 in verschiedenen Ausstellungen in Österreich und Deutschland.
Er suchte auch Zugang zu anderen Künstlern – er war 15 Jahre lang Vizepräsident der Künstlervereinigung „Sezession Graz“ und ein aktives Mitglied der Bärnbacher Kunstfabrik.
Wolfgang Finder stammte aus einer künstlerisch vielseitig aktiven Familie und sein Bruder Klaus ist immer wieder – so z.B. auch heute hier – als vielseitiger Pianist zu hören.
Auf dem Plakat zu lesen „Mit malerischer Begeisterung von Werken von Regina Uedl“. Regina Uedl gehört seit vielen Jahren zum Köflacher Kulturleben. Sie war von 1977 bis 2010 als Kunsterzieherin am BG und BRG Köflach tätig, holte sich Anregungen und bildete sich weiter mit internationalen Künstlern in Österreich und Amerika.
Sie kann auch auf zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland verweisen. Im Oktober 2018 zeigte sie unter dem Titel „n.a.t.u.r.e“ einen beeindruckenden Querschnitt – Malerei, Grafik, Objekte, Performance – ihres künstlerischen Schaffens. Weiters ist sie sehr engagiert als Obfrau des in Räumen der ehemaligen Glasfabrik in Bärnbach tätigen Künstlerkollektivs „Kunstfabrik Lipzizzanerheimat“ tätig.
Exkursion zur Burg Güssing, zum Schloss Rotenturm an der Pinka und Hartberg
30.5.2026
Mitglieder des Steirischen Burgenvereins und Landeskundler von der Volkshochschule Voitsberg unternahmen gemeinsam diese Reise.
Die Burg Güssing ist die älteste Burg des Burgenlandes und liegt auf einem 318 m hohen Porphyrkegel (erloschener Vulkan). Sie hat eine bewegte Geschichte und seit 1957 gibt es Bestandssicherungs- und Wiederherstellungsarbeiten. Der auch als Kirchturm dienende Bergfried hat einen mittelalterlichen Kern, die Kapelle stammt aus dem 15. Jhd. und hat einen Hochaltar von 1794. Das in der Hochburg eingerichtete Burgmuseum umfasst einen Ahnensaal sowie Rüst- und Kunstkammer mit Werken aus Renaissance und Barock.
Nach der Führung durch Burg und Museum waren wir im Burgrestaurant zum Mittagessen angemeldet.
Dann ging es weiter nach Rotenturm an der Pinka. Bereits im 14. Jhd. stand hier eine Burg und dann ein 1523 erstmals urkundlich genanntes Wasserschloss. Nach einer Zeit des Niedergangs und bereits zur Ruine geworden, kaufte im Jahr 2008 der Wiener Unternehmer Heinz Schinner vom Land Burgenland das Objekt und begann mit großem persönlichen Einsatz mit der Revitalisierung. Nunmehr wird das von einem 11 Hektar großen Park umgebene "Neue Schloss" als Familienresidenz für verschiedene Veranstaltungen genutzt und ist eines der bedeutendsten Landschlösser Österreichs.
Die nächste Station war Hartberg. Die heutige Bezirksstadt liegt am Fuße des Ringkogels, in 339 m Seehöhe und ist ein altes seit der Jungsteinzeit von Menschen besiedeltes Land.
Die Stadt Hartberg wurde ab 1125-28 angelegt und im Stadtpark ist der aus dem 13./14. Jhd. stammende Reckturm erhalten. Besonders um den Hauptplatz befinden sich eine Reihe historischer Häuser. Die Pfarrkirche ist dem hl. Martin geweiht und steht über einem römerzeitlichrn Gebäude aus der Zeit um 200 nach Christus. Ein bedeutendes Zeugnis des Mittelalters ist der bereits 1167 entstandene und im 13. Jhd. ergänzte Karner. Der Freskenschmuck im Inneren wurde im Zuge einer umfassenden Renovierung 1889-94 freigelegt und stammt aus der Zeit um 1200.
Mit diesen imposanten Eindrücken und lehrreichen Erklärungen/Führungen ging die Burgenfahrt dem Ende zu.
